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E-Learning in
Massenveranstaltungen
1/2009 - 4. Jahrgang
Peter Pokieser, Jürgen Brandstätter, Thomas Moritz, Hans Domanovits, Gottfried Sodeck & Martin R. Fischer
Unified Patient Project – Erfahrungsbericht zu web-basierten Falldiskussionen im klinischen Unterricht
Peter Pokieser,
Ao. Univ.-Prof. Dr.,
Medizinische Universität Wien, Medical Media Services - besondere Einrichtung für medizinische Aus- und Weiterbildung Wien, außerordentlicher Professor für Radiologie.
Arbeitsschwerpunkte: Webbasierte medizinische Kommunikation in der Weiterbildung, der medizinischen Routine und Wissenschaft, gastrointestinale Radiologie.
Jürgen Brandstätter,
Diplomingenieur der technischen Informatik,
Medizinische Universität Wien, Medical Media Services - besondere Einrichtung für medizinische Aus- und Weiterbildung Wien, CodeWerk Software Services and Development GmbH.
Arbeitsschwerpunkte: Webbasierte medizinische Kommunikation in der Weiterbildung, der medizinischen Routine und Wissenschaft; Standardisierung im Bereich „Elektronische Gesundheitsakte”; Softwareentwicklung gemäß IHE („Integrating the Healthcare Enterprise”) Profilen.
Thomas Moritz, Dr. med.,
Universitätsklinik für Radiodiagnostik Wien, Medizinische Universität Wien. In Ausbildung zum Facharzt für Radiologie,
Arbeitsschwerpunkte: E-Learning in der Radiologie.
Hans Domanovits,
Ao. Univ.-Prof. Dr.,
Universitätsklinik für Notfallmedizin, Medizinische Universität Wien. Außerordentlicher Professor für Innere Medizin, FA für Intensivmedizin, Notfallmedizin. Arbeitsschwerpunkte: Arrhythmien, Aortenerkrankungen, Kardiopulmonale Reanimation.
Gottfried Sodeck, Univ.-Ass.,
Universitätsklinik für Notfallmedizin, Medizinische Universität Wien. Arbeitsschwerpunkte: Internistische Notfallmedizin
Martin R. Fischer,
Prof. Dr., MME (Bern),
Priv. Universität Witten/Herdecke, Lehrstuhl Didaktik und Bildungsforschung im Gesundheitswesen (IDBG) der Medizinischen Fakultät, Arbeitsschwerpunkte: Fallbasiertes Lernen und Prüfen, Blended Learning, Curriculumsentwicklung.
Abstract. Ziel dieser Arbeit ist die Präsentation der Erfahrungen einer einjährigen Anwendung eines Blended Learning-Konzepts für Großgruppen im fallorientierten medizinischen Unterricht. Dabei wurde Blended Learning mit kurzer wöchentlicher Präsenzphase und moderierter Online-Lernphase eingesetzt und mit Peer-assisted Learning kombiniert. Medizinische Notfälle wurden web-basiert im Stil einer multimedialen elektronischen Krankengeschichte in der Präsenzphase im Hörsaal vorgestellt. Innerhalb einer Woche folgte die Online-Phase mit moderierten Diskussionen in einem öffentlichen Forum, wo die Beteiligung der StudentInnen freiwillig war. In dieser öffentlichen Falldiskussion fungierten die Diskussion zwischen den StudentInnen und die Moderation durch die Unterrichtenden als Peer-teaching. Die Beteiligung der StudentInnen am freiwilligen Forum und an den thematisch passenden Pflichtfragen wurde deskriptiv ausgewertet, die Nutzung der web-basierten Falldarstellungen wurde per Log-counts ausgewertet. Eine Online-Umfrage erfasste eine Einschätzung des Zeitaufwandes für die Online-Phase auf Seiten der StudentInnen, es wurde auch der Zeitaufwand des Lehrpersonals abgeschätzt. Blended Learning in Kombination mit Peer-assisted Learning erscheint für das Üben von Entscheidungen im Bereich der Diagnostik und Therapie medizinischer Notfälle geeignet zu sein. Das vorliegende didaktische und technische Konzept kann bei Großgruppen von über 450 Studierenden Anwendung finden und benötigt klar definierte Rollen für ein gut organisiertes Team von Unterrichtenden, AssistentInnen und ApplikationsspezialistInnen. Kurze Präsenzphasen im Hörsaal sind für die Zeitressourcen der Unterrichtenden und der Studierenden ein positiver Zugewinn und fördern die Flexibilität und Motivation im Unterricht.
Stand: 03.03.2010 |
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